Die Nachfolge ist im Agrarsektor nach wie vor ein großes Thema. Viele Betriebe laufen seit Jahrzehnten auf denselben Schultern. Doch wie der Rest der Gesellschaft werden auch diese Schultern älter. Von den Betrieben mit einem Betriebsleiter, der 50 Jahre oder älter ist, hat etwa ein Drittel noch keinen Nachfolger. Darüber hinaus wissen 19 % noch nichts. Dies macht die Nachfolge zu einer der größten Herausforderungen der nächsten Jahre.

Das Alter der landwirtschaftlichen Unternehmer ist je nach Sektor sehr unterschiedlich. Ackerbauern und Obstbauern sind mit einem Durchschnittsalter von 61 Jahren am ältesten. Die Milchziegenhaltung ist mit 56 Jahren der jüngste Sektor. In Ackerbaubetrieben sind mit 38 % die meisten Personen über 65 Jahre alt. Betrachtet man den gesamten Sektor, so ist die Hälfte der Betriebsleiter 60 Jahre oder älter. Von diesen sind 29 % sogar 65 Jahre und älter.

Diese Zahlen beziehen sich nicht nur auf Familienunternehmen und Geschäftspläne. Sie betreffen auch Lieferanten und Dienstleister. Denn wenn die Nachfolge auf dem Tisch liegt, ändert sich oft das Gespräch. Investitionen geraten unter Druck. Oder auch nicht: Manchmal gibt es Raum für Innovation, neue Techniken und eine andere Sicht auf die Zusammenarbeit. In beiden Fällen wollen Sie rechtzeitig mit am Tisch sitzen.
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